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§ 96 Bundesvertriebenengesetz. Ein Instrument der Versöhnung Deutschlands mit seinen mittel- und osteuropäischen Nachbarn? (Le §96 de la loi fédérale sur les expulsés. Un instrument de la réconcililation de l'Allemagne avec ses voisins d'Europe centrale et orientale ?)

 

Notice

Type:   Partie ou chapitre de livre
 
Titre:   § 96 Bundesvertriebenengesetz. Ein Instrument der Versöhnung Deutschlands mit seinen mittel- und osteuropäischen Nachbarn? (Le §96 de la loi fédérale sur les expulsés. Un instrument de la réconcililation de l'Allemagne avec ses voisins d'Europe centrale et orientale ?)
 
Auteur(s):   Perron, Catherine (1971-...) - Centre de recherches internationales (Auteur)
 
In:   Verständigung und Versöhnung nach dem "Zivilisationsbruch". Deutschland und Europa nach 1945
 
Date de publication:   2016-04
 
Éditeur:   Peter Lang
 
Pages:   499-518  p.
 
ISBN:   9782875743343
 
Résumé:   [de] [Book abstract] Im Jahre 1945 stand Deutschland ohnmächtig und geächtet vor den Trümmern seiner Politik. Rassischer Weltanschauungskrieg und systematische Vernichtung der europäischen Juden waren ein zivilisatorischer Bruch und belegten die Deutschen mit einer moralischen Schuld. So ist die deutsche Nachkriegsgeschichte vor allem die Geschichte der schwierigen Auseinandersetzung mit der eigenen verbrecherischen Vergangenheit. Für die Deutschen galt es, das Vertrauen ihrer Nachbarn neu zu gewinnen, um den Weg zurück in den Kreis der zivilisierten Völker zu finden. In Politik und Zivilgesellschaft wuchsen schnell erste Initiativen, die auf Verständigung und Versöhnung abzielten. Mentale Demobilisierung und Abbau von Feindbildern gehörten zu den Aufgaben, um nach dem Krieg ein friedvolles Miteinander in Gegenwart und Zukunft herzustellen. In einer breiten Gesamtschau beleuchtet dieser Band, wie über symbolische Gesten, an Erinnerungs- und Gedenkorten, durch Organisationen und Institutionen, über Aktionsfelder und Handlungsformen, bisweilen unter wissenschaftlicher Anleitung, Prozesse eingeleitet wurden, die in den meisten Fällen – aber nicht immer – zur Verständigung zwischen den Deutschen und ihren europäischen Nachbarn beitrugen. Dabei zeigen die Beiträge, dass Versöhnung nicht «besiegelt» werden kann, sondern eine nie endende politische, soziale und kulturelle Arbeit darstellt.
 
 

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